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Die Menaechmi ("Die Menaechmus-Brüder" oder "Der doppelte Menaechmus") sind eine weitere Komödie des Plautus. Zweifelsfrei ist dieses Verwechselungslustpiel ein genialer Höhepunkt im Schaffen der römischen Theaterdichter. Meisterhaft, wie Plautus die Verwechselungsthematik in den Menaechmi bis an ihre allerletzten Möglichkeiten ausreizt und dabei die Lachmuskeln der Zuschauer strapaziert! Das muss sich auch Shakespeare gedacht haben, als er diese plautinische Komödie als Vorlage für ein eigenes Bühnenwerk nahm und von Plautus abkupferte.
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Ort der Handlung ist nicht Athen, sondern Epidamnos, das heutige Durazzo an der albanischen Adriaküste. Doch ihren Ursprung nimmt die Komödie im sizilianischen Syrakus, das wie Epidamnos eine korinthische Tochterstadt war und daher von Griechen besiedelt wurde.
| Dort in Syrakus schenkte einst Theusimarche ihrem Gatten Moschus ein Zwillingspaar. Der eine der beiden eineiigen Zwillingsbrüder hieß Menaechmus, der andere Sosicles. Als Menaechmus noch sehr jung war, nahm ihn Vater Moschus mit auf eine Handelsreise. Doch beide kehrten von der langen Schiffreise nicht zurück und galten schließlich als verschollen. Groß war die Trauer im heimatlichen Syrakus! Menaechmus´ Großvater hatte sogar so großen Kummer, dass er dem ihm verbliebenen Enkel Sosicles den Namen Menaechmus verlieh. Der verschollene Menaechmus war nämlich sein Lieblingsenkel gewesen. |
Menaechmus-Sosicles |
Viele Jahre später macht sich der neue Menaechmus, der ehemalige Sosicles also, auf die Suche nach seinem Zwillingsbruder. Nach mehrjähriger erfolgloser Suche in Begleitung seines Sklaven Messenio läuft er endlich den Hafen von Epidamnos an. Er weiß nicht, dass er kurz vor der Vollendung seiner Mission ist. Sein Bruder Menaechmus, der echte Menaechmus, wohnt hier nämlich schon seit vielen Jahren, hat geheiratet und ist zu einem gewissen Wohlstand gekommen. Hier nun setzt Plautus´ dramatische Inszenierung des Stoffes ein. |
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Kehrwisch (rechts) berät Menaechmus´
Frau |
die Frau des Menaechmus und Kehrwisch
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Erotion |
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![]() Erotion |
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![]() Messenio,
Sklave des Menaechmus-Socicles, und Erotions Koch |
der echte Menaechmus und Messenio, Sklave
des Menaechmus-Sosicles. |
Als Cylindrus vom Markt zurückkehrt, sieht er Menaechmus vor dem Hause seiner Herrin Erotion stehen... nicht den, den er kennt, sondern Menaechmus-Sosicles, der gerade sein Schiff verlassen hat. Die Aneinanderreihung lustigster Verwechslungsszenen beginnt und zieht sich bis zum Ende des Stücks hindurch. Am Schluss endlich nach vielen Turbulenzen die Wiedererkennungsszene. Ende gut, alles gut: Die Freude ist groß. Beide Zwillingsbrüder beschließen, gemeinsam nach Syrakus zurückzukehren.
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