Seite 1: Plautus Seite 2: Terentius Seite 3: Andere

Andere

a) Komödiendichter

Die beiden herausragenden römischen Palliatendichter Plautus und Terenz werden auf den Seiten 1 und 2 behandelt. Vollständige Komödien sind nur von ihnen erhalten. Lediglich 40 Titel und rund 300 Verse sind von Caecilius Statius, einem Zeigenossen des Plautus und Terenz erhalten. Eine Generation später wirkte Sextus Turpilius (gestorben wahrscheinlich 103 v. Chr.), von dem auch nur Fragmente aus 13 fabulae palliatae erhalten sind. Soviel zu den wichtigsten Palliatendichter (zum Ausdruck fabula palliata und fabula togata siehe die Rubrik Römisches Theater)

Es geht doch nichts über fachkundige Beratung bei der Einkleidung.

Noch kurz die 3 wichtigsten Togatendichter:

Titinius war ein  Zeitgenosse des Plautus. Etwa 190 Verse aus 15 Togaten sind von ihm erhalten.
L. Afranius lebte in der zweiten Hälfte des zweiten vorchristlichen Jahrhunderts, 43 Titel und 200 Fragmente sind von ihm überliefert. Galt in der Antike als der größte Togatendichter.
Quinctius Atta schrieb ebenfalls fabulae togatae. Er starb wahrscheinlich um 78 v. Chr. 

 

 

b) Tragödiendichter

Zuerst ein paar Worte zum bedauernswerten Überlieferungsbestand römischer Tragödien: Etwa 150 Titel sind uns bekannt, erhalten aber nur rund 2000 Verse, was dem Ausmaße zweier Tragödien entspricht. In der Tat ist nur eine Tragödie, die Medea des Seneca, vollständig überliefert, die restlichen Verse sind nur viele Fragmente anderer Werke. Daher ist es schwierig, viele Worte über die römische Tragödie und deren Dichter zu verlieren.

 

Ihre Blütezeit erlebte das römische Trauerspiel im zweiten vorchristlichen Jahrhundert, als auch die römische Republik ihren Zenit erreichte. Als ausgezeichnete Vertreter dieser Theatergattung traten in dieser Epoche hervor: Q. Ennius (239-169), M. Pacuvius (220-132) und L. Accius (170-94). 13 Tragödientitel des Pacuvius und über 40 Tragödientitel des Accius sind uns bekannt.

Die letzten antiken Aufführungen römischer Trauerwerke sind für die frühe Kaiserzeit belegt. Das heißt aber nicht, dass ab dem ersten nachchristlichen Jahrhundert keine Tragödien mehr geschrieben wurden:  Man verlegte sich nun im alten Rom darauf, Tragödien lediglich im kleinen Kreise zu rezitieren: Das Lesedrama entstand. Ob die Medea, die einzige Tragödie des hochberühmten Ovid (43 v. Chr-17 n. Chr.), oder die 9 Tragödien des Seneca (4 v. Chr.- 65 n. Chr.) tatsächlich noch im Theater inszeniert wurden, ist eher zweifelhaft. Sicher dagegen ist, dass die Tragödie schließlich in der Kaiserzeit ganz aus den Bühnenprogrammen verschwand. Diese negative Einstellung der Römer gegenüber der Tragödie ist der Hauptgrund für unsere unzureichenden Kenntnisse. Schon in der Antike bestand kein großes Interesse daran, Tragödienmanuskripte aufzubewahren oder sogar zu kopieren. Der Zahn der Zeit tat dann noch das übrige, so dass wir, wie oben schon erwähnt, nur noch über 2000 Verse verfügen.

 


Seite 1: Plautus Seite 2: Terentius Seite 3: Andere

 

© Andreas Reuter